Kunst Cartoons und Interview bei Monopol

Monopol Magazin für Kunst und Leben hat meine Cartoons über Kunst geteilt und ein Interview mit mir geführt:

Ingrid Wenzel zeichnet, was sie gerne im Museumsshop sehen würde: Die Stand-up-Comedian, Illustratorin und Kunsthistorikerin denkt sich Produkte aus, die von Kunstwerken und Künstlern beeinflusst sind und erdet so deren Aura. Wir haben die 30-jährige Berlinerin gesprochen – und zeigen ihre besten Kunstwelt-Cartoons.

Ingrid Wenzel, in Ihren Cartoons verbinden Sie Kunst und Witz. Warum kann die Kunstwelt ein bisschen mehr Humor ganz gut vertragen?
Ich glaube, dass die Kunstwelt nicht nur viel mehr Humor vertragen kann, sondern auch selbst total viel Humor liefert. Dafür muss man sie nur mit offenen Augen betrachten und für komödiantische Assoziationen und Gelegenheiten offen bleiben. Humor ist auch eine Chance, um Kunstverständnis zu fördern und Menschen den Zugang zu Kunst zu erleichtern. Aber manchmal mache ich mich auch einfach gerne lustig über Dinge, die im Museum passieren. Ich bin zum Beispiel mal an einem Gerhard-Richter-Gemälde vorbei gelaufen, vor dem eine Frau stand, die laut vorlas, wer es malte: “Ach, eine Gertrude Richter!” Sowas kann ich mir nicht ausdenken, das ist zu schön.

Neben Ihrer Tätigkeit als Illustratorin und Stand-up-Comedian sind Sie auch studierte Kunsthistorikerin. Welche neue Perspektive ermöglicht Ihnen die Auseinandersetzung durch Cartoons auf die Kunst?
Während meines Studiums in Bochum und Stockholm habe ich die Kunstszene immer als etwas spaßbefreit empfunden. In meinen Referaten habe ich beispielsweise immer gerne kleine Witze gemacht, über die dann jedoch keiner gelacht hat. Humor wird immer verstanden als “sich über etwas lustig machen”, dabei ist Lachen ja gerade etwas Verbindendes. Für mich ist Humor vielmehr die Auseinandersetzung und Wertschätzung der Kunst. Ich möchte die Kunst nicht bloßstellen, sondern durch Humor noch mehr auf den Punkt bringen und einen neuen Zugang schaffen. Ich kann mir vorstellen, mal eine Comedyshow in einem Kunstmuseum zu machen, als neue Art der Kunstvermittlung. Genauso, wie man die Ikonografie bei der Betrachtung eines historischen Gemäldes lesen lernen muss, braucht man bei meinen Cartoons Kenntnis und Vorwissen, um den Witz in ihnen zu verstehen. Ich mag also beides, Humor als Zugang zu Kunst und Kunst-Humor.

Können Ihre Cartoons auch als eine Kritik an der Kunstwelt gelesen werden?
Meine Cartoonreihe ist keine direkte Kritik an der Kunstwelt, aber kann durchaus einen Diskurs eröffnen. Als Beispiel, ich fand Banksys Schredderaktion ja schon lustig. Das Motiv gibt es auf Tassen und Kissen. Seine Kritik am Kunstbetrieb und der Kommerzialisierung seiner Kunst überspitze ich noch, indem ich mir ein verkäufliches Produkt seiner Kunst geschreddert vorstelle. Ich übertreibe also etwas, was eh schon existiert. Wenn ich das Fransenkleid wirklich einmal im Museumsladen sehen sollte, weiß ich nicht, ob ich lachen oder schreiend in einen Schredder rennen soll.

Mit einer der letzten “Tatortreiniger“-Folge oder dem neuen Netflix-Film “Velvet Buzzsaw – Die Kunst des toten Mannes” gab es kürzlich wieder einige Produktionen, die mit den Klischees der Kunstwelt spielen. Würden Sie sagen, dass Kunst-Cartoons vielleicht auch Gefahr laufen, diese Klischees zu reproduzieren?
Absolut. Klischees sind leider immer der einfachste Weg zu einer Pointe. Dieses “Ist das Kunst oder kann das weg?” kann ich nicht mehr hören. Es ist leider immer einfacher zu sagen: “das kann ich auch”, als sich wirklich mit abstrakter Kunst auseinanderzusetzen. In meinen Zeichnungen reduziere ich ein komplexes Kunstwerk auf ein imaginäres, verkäufliches Produkt. Für mich ist das mehr Hommage als Klischee. Mal mache ich mich über ein markantes Merkmal der Kunst oder die Rezeption und Vermarktung lustig. Als ich beispielsweise vor dem Rothko-Original stand, auf das sich mein Badewannen-Cartoon bezieht, hörte ich eine Besucherin sagen: “Hm, das ist ja nur rot-blau.” Nicht die Kunst selbst, sondern ihre Betrachtung versuche ich mit dem Badewannen-Cartoon zu karikieren. Ich würde das Badeöl übrigens trotzdem kaufen, eher als eine Postkarte oder einen Seidenschal.

Was unterscheidet die sprachliche und die zeichnerische Auseinandersetzung mit der Kunst?
Bei einem Bild ist immer schön, dass man zeigen kann, worüber man redet. Ich kann schnell verständlich etwas darstellen, was es nicht gibt. Stand-up ist ein wortlastiges Medium, es ist sozusagen das Malen von Bildern in den Köpfen der Zuhörer. Das ist die Verbindung beider Sparten. Ich glaube, wenn ich die Cartoons nur mit Worten beschreiben würde, könnte niemand folgen. Das gesprochene Wort muss immer in der Realität verankert sein und das Publikum sieht nur mich auf der Bühne. Dafür ist man bei Stand-up viel auf Reaktionen angewiesen. Ich kenne mein Publikum im Vorfeld nicht und muss erst herausfinden, wofür es sich interessiert. Es ist ein Gespräch, für das ich die Zügel in der Hand habe und bei dem ich auch auf die Zuhörer eingehen kann. Bei Kunst muss ich ja selber wissen, dass sie gut ist, aber bei Stand-up Comedy weiß ich erst, ob mein Witz gut war, wenn die Leute lachen.

Woran arbeiten Sie aktuell?
Neulich habe ich mich wieder an eine lustige Situation erinnert: Ich war kürzlich in einer Ausstellung mit lauter Landschaftsmalereien und dachte bis zu dem Zeitpunkt, dass Selfiesticks das Schlimmste seien – doch dann sind Leute mit Nordic-Walking-Sticks an mir vorbeigelaufen! Daraus will ich noch eine Zeichnung oder eine Comedynummer basteln. Ansonsten schreibe und zeichne ich jeden Tag und trete fast jeden Tag auf, das ist eine wunderbare Mischung.

Vielen Dank an Julia Zalewski für das tolle Interview. Als ich einer Journalisten-Freundin sagte, dass ich selten so gute Fragen gestellt bekommen habe, sagt sie nur trocken “gewöhn dich bloß nicht dran”. Danke!

Die Cartoons habe ich übrigens bei meiner letzten Liveshow gezeigt. Es gibt noch irgendwo ein Video davon, mit Lachern I swear, ich suche es heraus..

Fruit Flies were my Muse at Sommerakademie für Komische Kunst

It all started with a fruit fly infestation in my apartment this summer. Mind you, I’m untidy but not filthy. Fruit flies magically give birth to themselves once they smell food. And I didn’t immediately take out the melon rind and apparently became the queen of my own fruit fly colony. 

The timing was especially unlucky because I was to leave to Lake Tahoe the very next day. I thought I had extinguished all larvae. Two weeks later I came back to a fly covered apartment as if I had forgotten a dead body. 

Still Life with Fruit Flies
Still Life with Fruit Flies (feat. Matisse)

 

It was useful that I learned how to golf in Lake Tahoe because these new hitting skills came in handy. In a three hour kill streak I murdered all flies. And for those I couldn’t reach on the ceiling I set up vinegar death traps. And here’s a tip for you, if you ever have a fly plague yourself:

Do not put the vinegar traps next to open windows. In fact close all windows. Because all the flies outside will be attracted to your little vinegar cocktail party. 

Also, don’t leave food or trash around ever. In my fridge, I now have a unit for food, one for drinks and one for waste.

And lastly, do not leave empty bottles around. My fly tribe did not survive, as I had thought, on that one melon juice stain. Judged by an enormous fly graveyard next to the empty bottles, they had lived off molecular beer particles. Until all the alcohol was gone and many addicts dropped dead. 

 

Self Portrait with Fruit Flies (feat. Matisse)

 

I’m happy I had a fruit fly infestation. 

The day after my massacre I went to Kassel to attend the Sommerakademie für Komische Kunst. For one week, twenty cartoonists from Germany, Austria and Switzerland met, drew cartoons and drank beer under the guidance of German comic legend Gerhard Seyfried and the Caricatura Gallery. And my fruit flies functioned as my muse for ten artworks, cartoons and even paintings. I included some of them in this post. All of our works will now be shown live at Stadtmuseum Kassel opening September 14th.

 

Interieur with Fruit Flies (feat. Matisse)

 

 

And here, my dear blog readers, a gallery with photos both from the Summer School and Lake Tahoe (all Sommerakademie photos (c) Caricatura Kassel):

Some thoughts on pants and dresses

I once saw a wardrobe at a museum that could have been mine.  It had a sign „coats, please no pants“. (Their emergency exit plan’s sign was „this is no artwork“ and their toilet paper labeled „for free“. So yes, a great museum right up my alley).

Personally, I don’t wear pants. I hate them. I only wear dresses. A flowing fabric, basically a fancy blanket, that I wrap around my slack body. Wear a dress and you’re good to go! Unless you’re actually wearing a blanket, dresses will always make you look fashionable. People mistake my laziness for style. With pants, you have to match a top and a bottom. Really, who has time for that? Dresses are cold? Always have tights in your purse, like a good robber.

I’m short and therefore I only wear dresses that go just above my knees. Anything substantially longer makes me look like a character from The Handmaid’s Tale.
I once visited my friend Cindy in Uganda and didn’t check the dress code before (a tourist’s Russian Roulette). In Uganda, it’s perfectly okay to go topless. But it is not okay to show your knees. Yeah! Your filthy, revealing, overly sexual knees, you dirty thing you! Since I didn’t do my research, I got there with my short dresses. I had nothing appropriate to wear. I was a disgrace to her. And my tiny friend’s pants didn’t fit me. Ugh, see, pants again! I ended up wearing her curtains. I hid behind one, rolled myself in it and in a elegant pirouette I ripped it off the wall and on my body. Good to go! Still better than pants!

Pants suck because they have to fit well. If too long, you drag them through the mud. Or cuff them and tell people „they’re supposed to be like that“. (But deep down you know you look ridiculous. And promise yourself next time you don’t give up shopping jeans that fast).
A knee long dress is too long? Fine, they may cover my filthy knees then. A dress too big? Fine, I’ll use a belt and constrict myself until I look like a hot balloon dog. A dress to tight? I throw it in the closet and cry “I will loose weight at some point for sure“.

So, here, I have some shopping advice for you: Before getting ill fitted clothes, humble yourself and go to a mean but honest shop assistant. Advice and insult often live on the same street. A saleslady once told me „nah, don’t get that black dress. It emphasize your dark circles and wrinkles.“ Um, excuuuuse me? And also, get me all the white dresses you have. (I did almost punch her in the face though for saying „white is en vogue in Pari“.)

Here are some more jeans trends that I first posted on my instagram stories. They’re all inspired by my last unsuccessful shopping trip:

 

Kiten kann tödlich sein – Book Release

„Kiten kann tödlich sein – Machen Sie doch bitte Ihre eigenen Fehler“

So heißt das neue Buch von meinem Comedykollegen Thomas Schwieger. Und ich hab’s illustriert. Obwohl ich nie Kiten war, sondern nur mal fast vor Sylt ertrunken wär.

Worum geht’s in der Neuerscheinung? Hier der Klappentext:

Als Kind, aufgewachsen in der DDR, hatte Thomas nur einen Traum: einmal im Baumhaus übernachten.
 Mit 34 Jahren ist es soweit. Sein Schulfreund Chris hat ein Baumhauswochenende an der Ostsee entdeckt, allerdings mit einer Bedingung: Thomas muss am Kitesurf-Kurs teilnehmen.
Schnell stellt Thomas fest, Kitesurfen ist wie das Leben: du brauchst Geld, Talent und Rückenwind. Nichts davon hat er.
Doch todesmutig stellt er sich aufs Brett, denn eines ist ihm klar: der Weg in seine persönliche Freiheit gelingt dieses Mal nur über den Kampf und Sieg über die Naturgewalten, den Drachen und die verdammten Schnüre.
Thomas Schwieger ist heute frei, trägt auch privat Neopren und arbeitet erfolgreich als Stand-Up Comedian, Moderator und Autor in Hamburg.

“Kiten kann tödlich sein” steht Ende April in den Läden. Hier geht’s zum Vorverkaufslink.

Am 26.4. feiern Thomas und ich zusammen in Hamburg die Veröffentlichungsfeier. Nicht alleine, ihr könnt auch kommen: Hier geht’s zur Einladung. Es gibt Getränke. Thomas wird zum Vorleseonkel. Ich erzähle davon, wie man ein Buch illustriert, trotz zeitgleicher Deadline mit dem Autor und panischer Angst vor Wasser. Und alle dürfen mal Thomas’ Neopren anprobieren (size zero).

Hier ein Kiteaufbau Tutorial von mir und das Buchcover, was hoffentlich bald eure Bücherregale zieren wird:

 

Thomas Schwieger - Kiten kann tödlich sein
Thomas Schwieger – Kiten kann tödlich sein

The wondrous effects of cycling in negative degrees

Do you belong, like me, to those people that cycle everywhere? Even in negative degrees? That moist their face with industrial strength grease so the head wind doesn’t burst the skin? When eventually getting to your destination, you tell everyone proudly but with a pain distorted face “you know, I cycled here”. (But they can’t tell who you are because you transformed into an icicle). Then these cartoons are for you! Hope your eye lashes aren’t frozen shut so you can look at them.

The wondrous effects of cycling in negative degrees:

cycling in minus degrees

bike cyclist road rage   schoen wetter radler hass   bladder infection from cycling   buying bobsled suit   crying while cycling

Berlin is the new New York – Pop-up Gallery

Berlin is the new New York is the name of next weekend’s exhibition with my artwork!

If I can make it there, I’ll make it anywhere. Frank Sinatra famously sang in “New York, New York”. When I was a DJ, I prominently played the song at the end of the night to kick people out of the club. It’s a good song to hug each other when you can’t stand on your own. No matter how speech impaired, you can still shout the city’s name. It’s a good song to remind yourself “I’m not in New York. I’m in Buxtehude. I’m not making it there. But at least I can make it home now”. Good night.

 

If I can make it there, I can make it anywhere. Even onto this new collage.

 

Berlin versus New York

The other day I found the German version of the song’s famous quote. In a Berlin tourist shop I saw postcards, backpacks, mugs with the slogan: “If you can’t make it in Berlin, you won’t make it anywhere”. This is lived German pessimism versus American optimism. This is the German capital being humble at best. Focus on can’t. Try hard to not make it. At least then you know you never make it anywhere else. Besides, the level for “making it in Berlin” is so low already, it’s no accomplishment to make it out of bed at 3pm. Why reach for the stars if you can reach for dirt on the floor? Also, it’s not “I can make it anywhere”, it’s “You won’t make it anywhere”. I always had a problem with this German condescension.

 

 

Go and get that authentic Wenzel

People have compared Berlin to New York many times. I love both cities. “Berlin is the new New York” – that’s also the name of a pop-up gallery next weekend. I will be showing original artworks, hand-drawn cartoons, no computer stuff!
Where? At Blue Goat Gallery, Gleimstrasse 16, Berlin-Prenzlauer Berg
More info: Facebook Event

 

What it takes to make it as a comedian. In Berlin or New York. I will be showing this hand drawn cartoon next weekend. And more!

 

 

I will also show “Injured big city dogs”.

 

 

 

Cartoon Exhibition

Ein echter Wenzel

I’m having a Cartoon Exhibition! Looking at and purchasing an authentic Wenzel is now possible. I’m showing my cartoons until Dec. 21st at Galerie 102 in Berlin!
(Here: Potsdamer Str. 102, Berlin, Opening Hours: Sun-Thu 13-18 Uhr, Fr&Sa 15-20 Uhr.).

I’m displaying my “Neu in Berlin” cartoons. They are all inspired by my recent move to the capital. They are observations, one-liners and most of all stories, that are funny when you haven’t been there yourself. Like that horrendous apartment hunting, the big city sick dog life, artist survival strategies. I sold a few at the opening night, so if you’re interested in other editions, let me know here!

Besides, there are many other artists, who show their work there and it’s totally worth it. Come and see a broad palette of Berlin contemporary art!

 

My parents came to the vernissage!

My parents arrived at the exhibition JUST as a performance artist started screaming and throwing herself in front of their feet. Welcome to Berlin.

Afterwards, I took my retired elders to their first craft beer bar. We went to the über-hipster beer place BRLO, where we raised the average age by several nuances of beige.
They had their first craft beer tasting board and I now want to make a tv show out of it. With every beer came a tiny snack to enhance the beer aroma. Fermented garlic, toast with the dimension 1cm x 1cm, ONE piece of kale, fancy right! What does my dad do? He throws the snack INTO THE BEER. „Now it tastes better“, he said.
Definitely a save way to shock a hipster barkeeper. And material for my next cartoon!

You can purchase my cartoons here. And now, here are some pics from the exhibition (taken from my insta story):

 

Cartoon Exhibition Ingrid Wenzel Cartoon Exhibition Ingrid Wenzel Ingrid Wenzel Cartoon Dogs

Ingrid Wenzel ComedianIngrid Wenzel Comedian Cartoons Dogs

I have a dog now

I want a dog. For so many reasons. I love them. As a freelancer, I need a reason to go outside. And it’s more fun writing jokes at home with a dog audience sitting next to me. Also, my rent is so high and needs to be worthwhile, I want someone constantly inhabiting my flat, if person, dog or burglar.

I have a foster dog now. It’s basically like probation. You have them for a try out period. And at the end you have the option to purchase or leave them at a highway restaurant. I wrote down my first thoughts about my new doggo experiences and also jotted some dog illustrations:

 

dog illustrations
I wished we’d know what dogs think…

 

Her race is called „Chinese Crested Powder Puff“, which sounds a bit like a far eastern fitness drink. How do I explain it… have you heard of the contest „the ugliest dog in the world“? Yup, it’s that one. They win every year. They’re like Russian figure skaters gold medalists. It’s not fair, they win every time. They’re just too ugly.

My dog has substantially more hair though, that covers up the contest winning face. When I got her, she didn’t have hair, she had dreadlocks. She didn’t live with a hippy but neglect. So I went to the dog salon. What a goofy place. There was so much hair flying around, enough to equip the next three Gucci collections with fur. At first, I didn’t see the hairdresser, until she appeared underneath the hair like a camouflage soldier.

„Just take away all the unhealthy hair. It doesn’t have to look good“, is what I said to her. Yeah and then two hours later I saw the dog. Having several thoughts on my mind. Maybe I should have told her to leave one dread lock, just one, for coolness. Do animals know they’re ugly? And lastly, where is the next ugliest dog contest, I might have a winner.

 

dog illustrations
just another unrealistic beauty standard

 

I walked the dog back home. One guy said „geez, does she have cancer?“. Yes it’s a cancer dog. Fresh from dog chemotherapy. Additionally, she’s a fearful dog. She’s scared of everything. Like those people that can’t watch scary movies and end up screaming at everything.

My dog is terrified of cars, bikes and air. Strangers look at her all shaky saying „awwww“. And then give me the look like I’m an animal abuser. That’s my sign to yell out „rescue dog, I saved her, worship me ok thanks.“ How one powerful sentence can make people believe you’re not an animal abuser but a saint! I see myself saying that everyday now, with or without dog.

 

dog illustrations

 

So will I keep her? Not sure. I looked at so many dogs now. At the animal shelter, all dogs are either old, sick or on a cruiseship. But you know what I liked about the shelter? They don’t do false advertising! On the cages they have clearly written signs: „Bobby bites“, „Tyson humps everyone“, „Molly limps and will cause substantial cost and you’ll probably go bust“. There it is black and white. And it’s true. I get there, I get bitten. And I can’t complain about it.

The dogs don’t even try to show themselves from a good side. I thought: I’m their savior, holding the one rose that will determine their fate. And suddenly, the kennel is quiet. Bobby goes „I don’t bite. Never have. Never will. I don’t even bite my food. I just lick it. Lick, lick, look!“ Tyson claims he’s asexual, woof. And Molly jumps around „everything okay, I’m in topform. Ouch ouch, just kidding. Pick me pick me.“ It’s like dating, you lie until you’re a couple and can’t be abandoned at a highway restaurant.

To be continued…

 

 

*(I feel silly saying this, but some of this is satire. Just making sure. Okay bye)

Traindrawings

Right now, I’m commuting between Hamburg and Berlin for jobs. Also this month, I have travelled to shows in Cologne and Chemnitz, where no trains went for several hours: It seems like the G20 vandalists and the weather are competing in who can do more harm to public transport. And I accidentally stepped into that joust! You are what you draw. And I’ve definitely been too long on trains the past week. More time on trains and platforms does have one positive effect:  I have more time to do my favorite things – write stand-up, sleep and draw. If I didn’t have to get to shows and jobs on time, I would love to be stuck on trains all day and make them my studio!

 

self-portrait as businessman
#manspreading #womanspreading #assholes

 

Forth place was “most sick”.

 

The real reason to do yoga is to be able to squat over the train toilet and not touch nor fall.

 

Being on trains also gives me time to digitalize my hand drawn cartoons, like this one.

 

the raw material

 

 

 

 

Guest Comedian at Rednergilde

Tomorrow, I’m guest speaker and guest comedian at Rednergilde Hamburg. The networking event’s  topic is „future“. I’ll talk about future (in German: Zukunft) from my personal, comedic point of view. Since I found out I’m going to have a big screen with me on stage I thought I might as well use it: I prepared fun slides, hand written and illustrated. They look unique and stylish. But I gotta be careful, there is no auto correct for hand writing. Don’t wanna stand there, do stand-up, and have my name accidentally spelled wrong behind me. I did my best. And here is a little sneak preview for you: